Presse: Demo gegen Abschottungspolitik – OrganisatorInnen rechnen mit vielen Teilnehmenden in Hannover

Zur morgen geplanten Demonstration unter dem Motto „Das ist der Gipfel – Elend. Abschottung. Massensterben. Für das Ende der Gewalt!“ in Hannover, rechner das Organisationsteam aufgrund der enormen Aufmerksamkeit und breiten Zustimmung innerhalb der Zivilgesellschaft im Vorfeld, inzwischen mit deutlich mehr Teilnehmenden, als ursprünglich angenommen.

Der Anmelder steht der Presse morgen als Ansprechpartner am Rande der Demonstration zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie vorab ein Gespräch oder einen Rückruf per E-Mail, unter: der-gipfel [at] riseup.net

Die heutige Pressemitteilung im Wortlaut finden Sie im Anschluss.

Demo gegen Abschottungspolitik – OrganisatorInnen rechnen mit vielen Teilnehmenden in Hannover

Am morgigen Samstag, den 07. Juli, planen AktivistInnen in Hannover eine Demonstration gegen die aus Ihrer Sicht „menschenverachtende Abschottungspolitik Deutschlands und der EU“. Ausgangspunkt der Demonstration, die sich im Anschluss durch die Innenstadt bewegen wird, ist eine Auftaktkundgebung ab 14 Uhr auf dem Opernplatz. Den Aufruf der spontan während des EU-Gipfels gegründeten Initiative unterstützen inzwischen diverse linke Gruppen und zivilgesellschaftliche Organisationen, bis hin zu den Grünen aus ganz Niedersachsen.

„Aufgrund des enormen Rückhalls in den Sozialen Medien und den vielen, vielen Zuschriften, die wir erhalten haben, rechnen wir inzwischen mit deutlich mehr Teilnehmenden, als ursprünglich unter Berücksichtigung der kurzen Mobilisierungsphase von knapp einer Woche angenommen. Die bei der Anmeldung geschätzte Zahl von 250 Personen werden wir voraussichtlich deutlich überschreiten. Es freut uns natürlich sehr, dass so viele Menschen so kurzfristig Interesse an diesem wichtigen Thema zeigen und mit uns gemeinsam gegen die Abschottung und das daraus resultierende Massensterben demonstrieren wollen.“

Auftakt ist der Opernplatz, von dort aus geht es über die Luisenstraße zu einer ersten Zwischenkundgebung im Bereich des Hauptbahnhofs, von dort aus weiter über die Kurt-Schumacher-Straße zur Goseriede, wo eine weitere Zwischenkundgebung eingeplant ist. Anschließend setzt der Zug die Demonstration fort und wird über die Münzstraße und die Goethestraße, am Leineufer entlang und über die Karmarsch- und Schmiedestraße in einem Bogen zurück zur Marktkirche gehen, wo dann (voraussichtlich gegen 16 Uhr) die Abschlusskundgebung geplant ist.

Im Zentrum der Kritik der AktivistInnen, stehen das während des EU-Gipfels am vergangenen Wochenende durch die Staats- und Regierungschefs beschlossene Maßnahmenpaket, sowie der ‚Asylkompromiss 2018‘ der deutschen Regierungskoalition:

„Statt der überfälligen Kehrtwende, hin zu einer humanitären Flüchtlings- und Migrationspolitik, sind diese Einigungen ein Zugeständnis an die, sich überall im Aufwind befindlichen, extrem rechten Kräfte der europäischen Staaten. Statt endlich wirksame Alternativen zu erörtern und Fluchtursachen effektiv an ihrer Entstehung zu bekämpfen, werden aktuelle Zustände verstetigt und weiter verschärft: Flucht und Sennotrettung werden kriminalisiert, der Ausbau der Abschottung und damit das Massensterben an den europäischen Außengrenzen vorangetrieben. Diese Politik ist mit dem Dreiklang ‚Elend, Abschottung, Massensterben.‘ treffend auf den Punkt gebracht. Und gegen diese Politik demonstrieren wir am Samstag in Hannover.“

Teilt Paul H., der Anmelder der Demonstration, mit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.